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11.05.2020 | Insolvenz der KLS

Wie bereits Mitte März verkündet, musste unser Inklusionsunternehmen die KAHLA Logistik Service gemeinnützige GmbH Insolvenz anmelden. Zum 01.05.2020 wurde nun das Insolvenzverfahren eröffnet.

Dieser Schritt wurde erforderlich, weil der Hauptauftraggeber erhebliche wirtschaftliche Probleme hatte und inzwischen Insolvenz angemeldet hat. Leider war die Insolvenz der KLS, trotz aller Bemühungen, aufgrund der hohen wirtschaftlichen Abhängigkeit von diesem Hauptauftraggeber nicht vermeidbar.

Aktuell läuft der Betrieb in eingeschränktem Umfang weiter. Leider gibt es wegen der Insolvenz unseres Hauptauftraggebers keine Fortführungsmöglichkeit für KLS, sodass es in den nächsten Monaten zur Liquidation kommen wird. Besonders schwer fällt uns, dass wir unseren Mitarbeitern die Kündigung aussprechen müssen. 

Wir bemühen uns ganz aktiv darum, unsere Mitarbeiter in andere Beschäftigungsverhältnisse zu vermitteln. Auch unsere Auszubildenden unterstützen wir dabei, einen anderen Ausbildungsbetrieb zu finden. Dies gestaltet sich wegen der Corona-Krise leider aktuell eher schwierig.

Eine gute Nachricht ist, dass wir zum 1. Juni unser lange geplantes Inklusionsunternehmen – die SBW Service gemeinnützige GmbH – an den Start bringen. Dort können wir mehrere Mitarbeiter mit und ohne Behinderung einstellen. Zum Beispiel können die Fahrer der KLS vollständig übernommen werden.

Wir bedanken uns herzlich bei unseren langjährigen Kooperationspartnern – dem Integrationsamt, der Agentur für Arbeit, der ÜAG Jena, der FAF Beratungsgesellschaft und den Landes- und Bundesarbeitsgemeinschaften für Inklusionsfirmen – für die gute Zusammenarbeit in den mehr als 13 Jahren gemeinsamen Engagements.

Unser ganz besonderer Dank gilt außerdem allen Mitarbeitern und Angestellten, die mit viel Engagement und Herzblut für diese Firma eingestanden haben!

Wir, die Lebenshilfe Jena e.V. und das Saale Betreuungswerk der Lebenshilfe, werden unsere Kraft und unsere Kreativität auch weiterhin für die Eingliederung von Menschen mit Schwerbehinderung auf dem ersten Arbeitsmarkt einsetzen. Und eines ist sicher, Inklusionsunternehmen sind – bei allen damit verbundenen steuerrechtlichen, arbeitsrechtlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen – ein wirklich gutes Instrument zur Umsetzung dieses Anliegens.