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06.05.2020 | Interview - Die Situation in unseren Werkstätten

Wie ist die aktuelle Situation in den Werkstätten des SBW?
Es gilt ja ein behördliches Betretungsverbot für die Menschen mit Behinderung in den Werkstattangeboten. Wir haben also derzeit keine Beschäftigten vor Ort und es werden keine externen Aufträge erfüllt. Es ist sehr ruhig in den heiligen Hallen und ähnelt ein wenig einer „Geisterwerkstatt“.
Die Mitarbeiter führen eine Betreuung „am anderen Ort“ durch und halten auf verschiedenen Wegen Kontakt zu jedem Einzelnen. Die Gruppenleiter telefonieren regelmäßig mit „ihren“ Leuten. Der Reha-Dienst meldet sich mindestens einmal die Woche. Bei Bedarf finden persönliche Treffen statt. -Natürlich im Freien und auf Abstand.
Wir wissen, dass die Situation für unsere Beschäftigten teilweise sehr schwierig ist und bemühen uns in Abstimmung mit den Behörden (dem Freistaat Thüringen und der Stadt Jena) und unter Beachtung der Hygienevorschriften eine schrittweise Wiedereröffnung bzw. Notbetreuung möglich zu machen.

Wie sehen Sie die Chancen eines Normalbetriebs, und wann?
Das ist derzeit leider noch nicht absehbar. Wir müssen abwarten, wie sich die Pandemie weiter entwickelt. Das wird sicher noch viele Wochen dauern, falls der „Normalbetrieb“ überhaupt noch in diesem Jahr möglich wird.

Das vollständige Interview mit Unternehmensbereichsleiter Arbeit Kai Pfundheller finden Sie unter "Weiterlesen".

23.04.2020 | Ein Bericht der Außenwohngruppe in der inklusiven Wohnanlage Gartenhof

Die Corona Pandemie ist eine große Herausforderung für alle. In unseren Häusern für gemeinschaftliches Wohnen gibt es nun eine "RundumdieUhr-Betreuung" und viele gute Ideen, um einem möglichen Lagerkoller entgegen zu wirken.

Die zwei WGs aus der Außenwohngruppe unserer inklusiven Wohnanlage Gartenhof sind normalerweise sehr selbständig unterwegs und gehen auch festen Beschäftigungen nach. Nun ist der nicht mehr wie gewohnt möglich. So war es für alle auch eine willkommene Abwechslung Behelfsmasken für die Allgemeinheit zu verpacken und so etwas für andere zu tun.

Die Bewohner haben uns nun einen Bericht geschickt, wie es Ihnen aktuell so geht:

Ein Bericht aus der AWG
Auch an uns Bewohnern in der AWG Gartenhof ist die Corona Epidemie und ihre Auswirkungen nicht vorbeigegangen. Wir mussten, wie so viele andere auch, zu Hause bleiben. Zum Glück haben wir hier viel Platz und es wird für uns gesorgt. Die Mittagessen Versorgung erfolgt über die Küche der WfbM und für alle anderen Anliegen sind uns unsere Betreuer eine große Unterstützung.

Wir versuchen, alle 10 anwesenden Bewohner und Betreuer, das Beste daraus zu machen. Schön für uns ist das wir ausschlafen können und viel Zeit für Gartenarbeit und Spiele haben. Wir haben unsere Lust an Puzzlespielen wiederentdeckt. 1000er und sogar 2000er Puzzles sind kein Problem für uns. Aber das treffen von Familie und Freunden, das selbständige Rausgehen, das fehlt uns schon sehr.

„Und ehrlich gesagt… auch die Arbeit fehlt uns.“ ist von den meisten zu hören. Wir haben uns über die Abwechslung, das Verpacken der Masken, sehr gefreut. „Es hat allen Spaß gemacht“ hört man gleichlautend von den Bewohnern.
Daniel L. sagte: “Es war schön etwas für die Allgemeinheit zu tun und für den Schutz Anderer zu sorgen.“

Um dem Lagerkoller soweit wie möglich vorzubeugen, gehen wir auch immer mal raus, gehen spazieren und wandern. „Besonders schön ist die Natur im Moment, da so viel blüht und schönes Wetter ist“, sagte Anja F.

„Wir hoffen, dass die Beschränkungen bald zu Ende sein werden und wir wieder allein rausdürfen. Familie und Freunde zu treffen steht ganz oben auf der Liste.“ findet André L.

22.04.2020 | Verkauf von Nasen-Mund-Bedeckungen aus der Werkstatt

Erst kürzlich haben wir stolz vermelden können, dass wir durch die große Solidarität innerhalb des Unternehmens und die Unterstützung anderer unsere Mitarbeiter und Klienten mit einer genähten Mund-Nasen-Bedeckung ausstatten konnten.

Die Produktion in der WfbM Am Flutgraben ist so gut in Schwung gekommen, dass wir nun auch Behelfsmasken zum Verkauf anbieten können. Diese wurden unter hygienischen Bedingungen von unseren Werkstattbeschäftigten in der Außenwohngruppe in Folie verpackt und können nun in unserer Geschäftsstelle am Ernst-Haeckel-Platz 2 für 6,99 € erstanden werden.

Daniel L., der bei der Verpackung half, sagte: “Es war schön etwas für die Allgemeinheit zu tun und für den Schutz Anderer zu sorgen."

Dies ist auch das Motto dieses Angebots:
Wir sind sehr froh auf diesem Wege zum Einen etwas zurück geben zu können und zum Anderen auch einigen unserer Werkstatt-Beschäftigten eine Aufgabe zu verschaffen, die sie machen können ohne die Werkstätten zu betreten.

Kontakt

Geschäftsstelle:
Ernst-Haeckel-Platz 2
Servicezentrale
03641/4613 1000

Wie das geht? Einfach zwischen 8 und 16 Uhr klingeln und eine Mitarbeiterin kommt zu Ihnen raus und zeigt Ihnen eine Auswahl unserer schönen in Handarbeit erstellten Behelfsmasken.

Oder Sie wenden sich direkt an unseren Vertrieb in der Werkstatt für Menschen mit Behinderung:
Am Flutgraben 14
07743 Jena
03641/4613 2011

 

15.04.2020 | 1000 Behelfsmasken für das SBW

Mehr als 1000 Behelfsmasken wurden in den letzen Tagen für den Eigenbedarf des SBW produziert!

Ein ungewohntes Bild: Der Speisesaal der WfbM Am Flutgraben wurde zur Nähstube umfunktioniert. Viele Helfer, bestehend aus einigen Angestellten und vor allem ehrenamtlichen Helfern, haben sich die Tage fleißig und fröhlich ans Werk gemacht und diese tolle Leistung vollbracht.

Hinzu kommen noch viele von externen Helfern hergestellte bzw. bereitgestellte Mund-Masen-Bedeckungen.

Rechts sehen Sie ein Foto von Mitarbeiterinnen, die Mund-Nasen-Bedeckungen tragen, die von der Initiative Innenstadt und dem Lionsclub Johann Friedrich bereitgestellt wurden. Ein besonders herzliches Dankeschön geht hier an Petra Wagner für die freundliche Organisation! Mehr zu der tolle Aktion NMS 100% Jena finden Sie hier: https://www.innenstadt-jena.de/nms100/

Auch diese sind unseren Mitarbeitern und Nutzern zu Gute gekommen, sodass wir nun alle zumindest mit diesen Behelfsmasken ausstatten können.

Für all diese Einsätze und die tolle Zusammenarbeit sind wir sehr dankbar!!!

 

08.04.2020 | Ostergrüße aus dem gemeinschaftlichen Wohnen

In unseren Wohnhäusern findet seit Schließung der Werkstätten eine „RundumdieUhr"-Betreuung statt.

Dies bedeutet auch, dass sich unsere MitarbeiterInnen immer wieder neues einfallen lassen (müssen), um eine Art Alltag möglich zu machen.

Das erste Bild zeigt die Bewohner beim Basteln von Osterkarten für ihre Angehörigen. Die aktuelle Situation und die Trennung von den Lieben ist für alle Beteiligten eine  Herausforderung.

Auf dem zweiten Bild sehen Sie  Osterkörbchen, die die Betreuer des Förderbereichs "An der Kelter" während der Mittagsruhe für die Besucher gebastelt und gefüllt haben.

Wir möchten Ihnen allen bei dieser Gelegenheit DANKE sagen! Danke, dass Sie immer wieder das Beste aus der Situation machen!

 

Wir wünschen Ihnen und Ihren Lieben schöne, entspannte und vor allem gesunde Ostertage!